Interessengruppe Gesund Leben

 

MERKBLATT

Treffen 3/97

Auswirkungen einer 'anderen' Lebensweise im sozialen Umfeld

 

Quellen:

 

Studienbriefe für Gesundheitspraktiker Nr. 80- 83

 

ISBN 3-926453-30-3

 

Fit fürs Leben Band 1 und Band 2

M. u. H. Diamond

ISBN 3-926453-03-6

 

Gesunde Kinder durch natürliche Lebensweise

H. Baumgardt

ISBN 3-926453-33-8

 

Warum wollen wir uns mit diesem Thema befassen?

 Alle die in Ihrer Lebensweise eine Veränderung durchführen wollen, haben das gleiche Problem. Die nächsten Mitmenschen reagieren empfindlich auf Änderungen in Lebensauffassung und Lebensgewohnheiten. Neue Ansichten, neue Verhaltensweisen und neue Ernährungsformen lösen sehr schnell Angst, Unverständnis und Abwehr aus.

Ein offenes sich Auseinandersetzen mit all den dazugehörigen Teilaspekten dieser Situationen ist die wirksamste Art damit umzugehen.

Wenn wir uns bewusst werden welche Gedanken, Befürchtungen und Ängste ausgelöst werden, hilft uns dies so manchen Konflikt zu lösen oder von aller Anfang an zu vermeiden. Wir müssen uns täglich bemühen uns für die menschlich wertvollen Verhaltensweisen wie positive Einstellung, reine Gedanken möglichst frei von negativen Bildern, für Toleranz und Mitmenschlichkeit einzusetzen. Andererseits haben wir das Recht die Toleranz auch für unsere andere Lebensart zu fordern.

Dass Vegetarier, Rohköstler und andere ernährungsbewussten Mitbürgern in vielen Situationen belächelt werden, darf uns nicht mehr stören! Lebenshaltungen die nicht den heute allgemein gängigen Denkweisen der Mehrheit entsprechen, werden nicht gerne gesehen. In öffentlichen Institutionen wie Schulen werden Kinder bedrängt (z. B. Fluorberatung) und in Spitälern Eltern als unfähig hingestellt sollten sie es wagen Einwände zu allgemein üblichen Behandlungsmethoden zu äussern.

Die Bevölkerung wird immer intensiver medizinisch versorgt und ist dabei immer kränker.

 

Teilaspekte zum Thema:

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Soziales Umfeld im Wandel, Ernährungsumstellung im Leben von Anita Weidmann

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Die gesellschaftliche Gesamtsituation kontra gesunde Lebensweise

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Was ist die natürliche Gesundheitslehre und die Lebensweise daraus und was sollte sie nicht sein

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Medizinische Lehrmeinung und ihr Verständnis einer natürlichen Lebensweise

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Wie wird eine natürliche Lebensweise vom 'Normalverbraucher' gesehen

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natürliche Lebensweise in der öffentlichen Meinung

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Reaktionen auf Eltern mit Kindern die gesund und naturbelassen ernähren und gesundheitsbewusst erziehen wollen

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Was bleibt für uns zu tun

 

 

Soziales Umfeld im Wandel, Ernährungsumstellung in meinem Leben. A. Weidmann

Anita erzählt aus ihrem Leben, wie der Einstieg in die Ernährungsumstellung geschah. Sie zeigt auf wie sie und ihre beiden Söhne heute ausschliesslich von Rohkost leben und dabei sehr positive Erfahrungen machen. Die Erfahrung in dieser Ernährungsform erstreckt sich über ca. 5 Jahre. Sie ist überzeugt, dass sich das soziale Umfeld dadurch nicht ändern müsse. Ihre Söhne hätten dadurch keine Freunde verloren.

 

Die gesellschaftliche Gesamtsituation kontra gesunde Lebensweise O. Hoesli

Die Menschen streben heute mehrheitlich nach materiellen Dingen und suchen kaum noch Ideale. Wir scheinen nichts mehr über die wahren Werte der menschlichen Existenz zu wissen. Wir werden dadurch mehr und mehr zu kritikunfähigen Statisten auf der Weltbühne. Wir haben viel zuwenig Interessen menschlich zu lernen und uns positiv zu verändern.

Die heutige Jugend ist eine besonders bedrohte Spezies. Die Jungen Menschen sind das Produkt nervlich überreizter Eltern. Diese werden den Anforderungen unserer immer komplizierter werdenden Gesellschaft nicht mehr gerecht und geben ihre unzureichende Ernährungsweise und all die schädlichen Gewohnheiten an die nächste Generation weiter - mit Negativtendenz steigend.

In der Vergangenheit war wahrscheinlich noch kaum eine Generation so vielen widersprüchlichen emotionalen Einflüssen ausgesetzt. Die Auswirkungen werden sich in 20-30 Jahren zeigen.

Unter diesen Voraussetzungen ist es nur wenigen Menschen möglich, durch geeignetes Gesundheitswissen, positiver Denkweise und durch eine gesunde innere Überzeugung einen sinnvollen Weg in Richtung gesunde Lebensweise zu gehen.

 

Was ist NG (NH) und die Lebensweise daraus. was sollte sie nicht sein. Die natürliche Gesundheitslehre Waldhausenverlag. (meine persönliche Sicht davon)

NH ist eine Lebensweise aber nicht einfach eine Garantie zum Erfolg! Niemand weiss wirklich, wie stark heute unser natürliches Geschehen im Körper durch all die Gifte, die Hetze und all die anderen Schlechteinflüsse schon verstümmelt ist. Es weiss auch niemand, inwieweit unsere Nahrung überhaupt noch 'naturbelassen' sein kann. Es ist heute nur noch möglich mit Hilfe von Wissen, Suchen und Selbstverantwortung Schadenseindämmung zu betreiben. NH ist in sich eine umfassende Lehre über fast alle Lebensbereiche unseres täglichen Lebens. Die Ernährung ist nur einer der Hauptfaktoren daraus. NH kann uns Hinweise für ein sinnvolles Zusammenleben geben. Diese Lehre ist entstanden durch Abschauen in der Natur und Beobachtung von Krankheitsverläufen und Heilungsprozessen. Sie zeigt wie die Natur Gesundheit seiner Lebewesen ermöglicht.

NH verlangt eine konstruktive Lebenshaltung. Die Umsetzung geht in Richtung Vegetarismus, Ehrfurcht vor dem Leben, Gewaltlosigkeit im karitativen Sinne und tiefer Religiosität. NG verträgt sich nicht mit wenig oder keiner Liebe zur eigenen Gesundheit, mit der Hetze unserer Zeit, mit haltlosem Konsumdenken wie allgemein üblich, nicht mit Überheblichkeit und Intoleranz.

NH lehrt uns die Nahrung möglichst naturbelassen, also roh zu verzehren. Sie zeigt uns welche Teilaspekte in der Ernährung Hauptfaktoren sind und daher dringend verbessert werden müssen.

NH will aber auch eine Grund-Lebenshaltung sein. Eingebettet in Zuversicht, Selbstvertrauen, dem Wunsch zur persönlichen Weiterentwicklung und echter Liebe zu Schöpfung und den Menschen. Es kann also kaum im Sinne der Sache liegen marktschreierisch und rechthaberisch andere überzeugen zu wollen. Der Einsatz im Untergrund ist der richtige Weg zu einer besseren Zukunft.

Wer sich durch unser Beispiel angesprochen fühlt, soll Informationen von uns bekommen, muss aber anschliessend seinen Weg selber gehen.

 

Medizinische Lehrmeinung und ihr Verständnis einer natürlichen Lebensweise.

Die Zusammenhänge die natürliche Lebenskunde lehrt, sind für Anhänger der momentan gültigen medizinischen Lehrmeinung meistens unverständlich. Ihr Ursachen-, und Krankheitsverständnis liegt diametral zu NH. Wer glaubt dies werde sich innerhalb nützlicher Zeit ändern irrt sich. Die 'Bakterientheorie' ist zwar falsch, aber fest verwurzelt und bringt auch die erstrebten Gewinne. Eine echte Änderung der Lehrmeinung in Richtung natürlicher Lebenskunde würde unweigerlich die Aufhebung zahlreicher medizinischer Einrichtungen der heutigen Zeit nach sich ziehen. (Allerdings auch massive Einsparungen im Gesundheitswesen und bei den Krankenkassenprämien) Dies will ja wohl niemand, der heute recht gut daran verdient. Volkswirtschaftlich gesehen ist das Gesundheitswesen und all die Zulieferanten heute der grösste Arbeitgeber in der Schweiz. In anderen europäischen Ländern ist die Situation nicht viel anders. Nur ein kleiner Bruchteil, der verwendeten Gelder für eine freie Informationspolitik in Richtung gesunde Lebensweise eingesetzt würde wahre Wunder bewirken!

Aus Fehlbehandlungen wird sehr wenig gelernt. Dies Beweisen die immer wiederkehrenden Schäden an Patienten durch Chemotherapie, Bestrahlung, Medikamente und Verstümmelungsoperationen.

Um so unverständlicher ist es, dass die Patienten sich nicht verweigern und immer noch inaktiv dazu bereit sind wie Lämmer alles über sich ergehen zu lassen.

Wir müssen mündig werden und Mut zur Selbstverantwortung entwickeln. Entscheidungen aus gutem Wissen und Gewissen heraus und getroffen mit Hilfe des 'gesunden Menschenverstandes' bergen in sich keineswegs mehr Risiko für Fehlentscheidungen als all die unterschiedlichen Meinungen von 'Experten'!

 

Wie wird eine Natürliche Lebensweise vom Normalverbraucher gesehen.

Eine gesunde Lebensweise als Lebenshaltung wird fast gar nicht in der Öffentlichkeit verstanden. Sie wird kurzweg mit Verzicht, mit Leiden und Mangel in Verbindung gebracht.

Fehlurteile wie 'Vegetarier neigen zu Magersucht' sind weit verbreitet. Die Einseitigkeit in Funk, Fernsehen und Printmedien verhindert die objektive Information über die Möglichkeiten von Selbstheilung.

Die Natürliche Lebensweise wird als eine weitere Diät, unter all den anderen verstanden. Die vorhandenen Zeugnisse und Berichte von erfolgreichen Selbstheilungen werden als Erfindung abgetan. Sie erscheinen im Gegensatz zu der allgegenwärtigen Werbung in den Medien als unglaubhaft. Da die Auseinandersetzung mit den Grundgesetzen der Natur einen offenen, lehrnbegierigen Geist voraussetzt, bleibt dieses Wissen vielen Menschen verschlossen.

 

Natürliche Lebensweise in der öffentlichen Meinung.

Repräsentanten einer gesunden Lebensweise fallen kaum auf Der Bevölkerungsanteil der wirklich im Einklang mit der Natur und deren Gesetzen zu leben versucht (also Vegetarier auf Rohkost oder Sonnenkostbasis) ist so gering (Schätzungen liegen bei 1 %>), dass deren Denkweise und deren Anliegen kaum Verbreitung findet und daher der Mehrheit der Bevölkerung unbekannt bleiben.

Nimmt der Anteil in der Bevölkerung nicht wesentlich zu, haben sie auch kein Gehör. Auch die finanziellen Möglichkeiten sind gering. Die Gefahr aus kommerziellen Gründen von der richtigen Linie abzuweichen ist gross.

Das Gute zeigt Eigendynamik, wenn es selbstlos und mit positiven Gedanken verbunden gelebt wird. Eine natürliche Lebensweise verändert einen Menschen in die gute Richtung, wenn sie bescheiden gelebt wird. Die Mitmenschen die feinfühlig genug sind, werden dies früher oder später wahrnehmen und dem Beispiel folgen.

 

Reaktionen auf Eltern mit Kindern die gesund und naturbelassen ernähren und gesundheitsbewusst erziehen wollen.

Die Zielsetzung Erwachsener gesünder zu leben und das eigene Leben danach auszurichten ist reichlich schwierig. Im Verhältnis dazu als Eltern kleine Kinder gesund zu ernähren ist jedoch bereits klettern auf Stufe 8. Wird dies noch ohne das doch so nötige Eiweiss, also vegetarisch und auch ohne Milchprodukte gemacht, ist die Katastrophe in den Augen der Normalbürger perfekt. In deren Augen grenzt ein solches Verhalten an Kindsmisshandlung.

(Was wirklich die Kinder schädigt will jedoch niemand so genau wissen, - was alle machen muss richtig sein.) Diese Familie wird sofort nach bekannt werden der Zielsetzung von den Verwandten und Bekannten sehr genau unter die Lupe genommen. Sie wird sehr genau nach der Anzahl der 'Krankheitsfälle' ihrer Kinder gemessen. Der 'aha ich wusste es doch' Effekt ist allgegenwärtig. Auch die einfachsten Vorkommnisse die bei jeder anderen Familie normal sind, fallen natürlich sofort auf und werden negativ gewertet.

,,Das Kind muss doch auch mal was feines haben" - So werden die Süssigkeitseinschränkungen der Eltern von Drittpersonen durchkreuzt. Früher wurden Süssigkeiten mit Belohnung gleichgesetzt und dies hat sich in den Hinterköpfen festgesetzt.

Kleine Kinder sind im Stoffwechselgeschehen noch so unverdorben, dass der Körper bei richtiger, naturbelassener Ernährung heftig auf jede Verschmutzung reagiert und diese schnellstens ausscheiden will. Fieber und andere Symptome sind bei Ernährungsfehlern also sofort da und sind somit ein Anzeichen von kindlicher Vitalität und starkem Stoffwechsel. Die Immuntoleranz ist bei Kindern die vorwiegend gesund ernährt werden sehr tief. Dem gegenüber kann ein Kind über lange Wochen, ja gar

Jahre keine Krankheitsbilder zeigen durch eine viel zu hohe lmmuntoleranz (der Körper toleriert auch hohe Giftansammlungen ohne zu reinigen aus Mangel an Ausscheidungsenergie) bis sich dann 'plötzlich'

Asthma, Neurodermitis und Heuschnupfen zeigen. Dies ist ein untrügliches Anzeichen eines gestörten Stoffwechsels. Dem Körper fehlen die nötigen Energien um die Verschmutzungen auszuscheiden. Diese Kinder sind also symptomlos und scheinen vordergründig gesund.

Diese Gesetzmässigkeiten der Immuntoleranz treffen auch auf Erwachsene zu! Daher ist nun jedem klar weshalb Erwachsene meistens in viel grösseren Abständen krank sind als Kinder. Sie haben eine hohe lmmuntoleranz, weil für die vielen Giftstoffe die ausgeschieden werden sollten zu wenig Energie da ist und somit dem Körper nichts anderes übrig bleibt als die Toleranz zu erhöhen. (Die Verschmutzung steigt ins unerträgliche.) Das Ergebnis ist dann eben ein fliessender Übergang in chronische (Asthma, Rheuma) oder wuchernde, orientierungslose Krankheitsbilder (Krebs). (Siehe 7 Krankheitsstadien) ein Beweis für diese Zusammenhänge liegt auch darin, dass auch die Schulmediziner von einem gestärkten Immunsystem nach durchlebten Kinderkrankheiten sprechen. Ist der Körper durch eine "Reinigungskrise" wieder sauber, arbeitet er wesentlich besser als vorher, die Kinder blühen auf und vollziehen geistige und körperliche Schübe!

 

Was bleibt für uns zu tun?

Der Entschluss ein gesünderes Leben zu führen und die Gewohnheiten umzustellen liegt bei jedem Menschen selber. Ist er noch nicht reif zu diesem Schritt, verharrt er in seinen gesundheitsschädlichen Lebensgewohnheiten. Er hat eigentlich auch das persönliche Freiheitsrecht dazu. Als Eltern sieht es ein wenig anders aus. Die Verantwortung kann nicht an Dritte delegiert werden und somit muss ich mich als

Vater oder Mutter nach gutem Wissen und Gewissen für die Gesunderhaltung meiner Kinder einsetzen indem ich sie möglichst gesund ernähre, vor Impfungen und anderen Giften zu schützen suche und versuche ihnen eine Weltanschauung im Einklang mit Glaube und Natur anzuerziehen. Trotz aller guten Absichten darf aber die Einbindung in unsere Gesellschaft nicht zu kurz kommen!

Mein Leben hat durch eine natürlichere Lebensweise grosse Bereicherung erfahren. Durch eine sinnvolle, den Möglichkeiten angepasste Umsetzung in der Familie mit unseren Kindern, erleben wir viel Freude. Meine Sinne sind feinfühliger geworden und die schönen Seiten des Lebens wurden sichtbarer. Ich bin dankbar dafür. Unsere Kinder scheinen sich wohl zu fühlen und sie sind sicher viel aufgestellter als sie es sonst sein könnten. Sie sind dadurch für ihre Zukunft besser gerüstet. Diese andere Art zu leben bringt mir mehr inneren Frieden und Harmonie.

Das Richtige und das Gute wirkt im Stillen wie von selbst wir müssen uns bemühen, dass dadurch diese Welt lebenswerte;; zwischenmenschlich etwas sonniger wird!

 

O. Hoesli März 1997

Kontaktadressen:
Othmar Hoesli-Falk, Muoshofstrasse 24, 6102 Malters Tel. 041-497 38 82
Hanspeter + Anita Weidmann-Wildhaber, Weinberghöhe 8, 6300 Zug Tel. 041-711 67 06

Liste der Merkblätter zu den bisherigen Vorträgen

IG Gesund Leben, Ansprechpartner Othmar Hoesli-Falk,
Muoshoftrasse 24, CH 6102 Malters, Tel 041 497 38 82
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